Vor der Entscheidung der Federal Reserve fällt Bitcoin nach Erreichen von 75.000 US-Dollar zurück

Im Zuge des Abschlusses der US-Notenbanksitzung (FOMC) stieg Bitcoin am Dienstag zeitweise über die Marke von 75.000 USD, konnte den Aufwärtstrend jedoch nicht aufrechterhalten und fiel schnell wieder unter 74.000 USD zurück. Dies spiegelt die vorsichtige Haltung der Investoren gegenüber risikoreichen Vermögenswerten vor der Bekanntgabe der geldpolitischen Entscheidung wider. Das Fed wird die Sitzungserklärung voraussichtlich am 18. März um 14 Uhr Eastern Time (entspricht 2 Uhr morgens am 19. März in Taiwan) veröffentlichen, gefolgt von einer Pressekonferenz des Vorsitzenden Powell. Analysten weisen darauf hin, dass stabile Beschäftigungszahlen, Einzelhandelsumsätze und die durch die Spannungen im Nahen Osten getriebene Ölpreissteigerung, die die anhaltende Inflation verschärfen, die Hürde für eine Zinssenkung in naher Zukunft erhöhen. Ein frühester Zeitpunkt für eine Zinssenkung könnte auf September oder Oktober verschoben werden. Powells Äußerungen nach der Sitzung werden entscheidend sein, da sie Hinweise auf die Aktualisierung der „Dot Plot“-Prognosen und die Einschätzung der Komitees zur begrenzten Zinssenkung im Laufe des Jahres geben könnten. Der Aufstieg von Bitcoin wurde teilweise durch den Druck auf die Short-Positionen in den letzten zwei Wochen begünstigt. Die Optionsmärkte wiesen ursprünglich große Absicherungspositionen auf, während die Funding-Raten für Perpetual Contracts weiterhin negativ blieben, was auf eine „bärische, absichernde und unzureichende Positionierung“ hindeutete. In diesem Umfeld löste ein Durchbruch nach oben leicht eine Short-Abdeckung aus, was die kurzfristigen Kursgewinne verstärkte. Dennoch bleibt die 75.000 USD-Marke eine bedeutende Widerstandszone. Obwohl Bitcoin am Dienstag kurzzeitig über diese Marke stieg, war der Durchbruch nur von kurzer Dauer, und der Kurs fiel rasch wieder unter 74.000 USD. Energiewirtschaftlicher Aufschwung als Hindernis für weitere Bitcoin-Kurssteigerungen Im Vergleich zu rein technischen Widerständen ist die derzeitige Unsicherheit vor allem durch geopolitische Spannungen und die möglichen erneuten Anstiege der Energiepreise getrieben, die die Inflation weiter anheizen könnten. Seit dem Ausbruch des Konflikts im Iran ist die Bewegung bei Bitcoin zwar stark, doch die Aktivität auf den On-Chain-Energiemärkten und Rohstoffmärkten ist noch ausgeprägter. Besonders auf der dezentralen Perpetual-Contract-Plattform Hyperliquid steigen die Futures-Transaktionen im Zusammenhang mit Öl deutlich, was auf eine teilweise Umschichtung der Gelder in Energie- und Rohstoffthemen hindeutet. Veredelte Energieträger wie Benzin und Heizöl weisen eine bessere Sharpe Ratio, eine knappe Spot-Nachfrage und eine günstige Termstruktur auf. Wenn die Ölpreise weiter steigen, wird der Markt wahrscheinlich mehr Kapital in inflations- und versorgungsrisikobehaftete Vermögenswerte umschichten, anstatt nur auf Kryptowährungen zu setzen. Markt setzt auf Fed-Standby, aber Erwartungen an Zinssenkungen verschieben sich Derzeit gehen die Märkte allgemein davon aus, dass die Federal Reserve diese Woche die Zinsen unverändert lässt. Das Interesse der Investoren richtet sich jedoch zunehmend auf den Zeitpunkt einer möglichen Zinssenkung. Berichte, etwa von Reuters, deuten darauf hin, dass die US-Notenbank aufgrund der Energiepreissteigerungen und Inflationsrisiken durch die Nahost-Spannungen die erste Zinssenkung in diesem Jahr nach hinten verschiebt. Die Erwartungen an eine Zinssenkung im Jahr 2026 sind ebenfalls deutlich vorsichtiger geworden. Marktpreise spiegeln großes Vertrauen in den Status quo wider, laut Prognoseplattformen wie Kalshi liegt die Wahrscheinlichkeit, die Zinsen stabil zu halten, bei über 90 %. Aufgrund geopolitischer Risiken und anhaltender Inflationsdaten ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bis Ende 2026 drei Mal die Zinsen senkt, von fast 50 % in der Vorwoche auf etwa 20–30 % gefallen. Händler beobachten die aktualisierten „Economic Projections“ (SEP) und den Dot Plot, um Hinweise auf eine stärkere Straffungspolitik zu erkennen. Selbst kleine Änderungen bei FOMC-Mitgliedern könnten auf eine „keine Zinssenkung im ganzen Jahr“ hindeuten. Besonders die 2-Jahres-US-Staatsanleiherendite ist im Fokus; eine vorsichtigere Rhetorik könnte diese steigen lassen und Druck auf hoch bewertete Tech-Aktien ausüben. Dieses makroökonomische Umfeld ist für Bitcoin nicht grundsätzlich negativ, doch es schränkt kurzfristig die Spielräume für eine Bewertungserweiterung ein. Steigen die Ölpreise weiter und treiben die Inflationserwartungen an, könnte die Fed ihre Haltung länger abwartend beibehalten, was die Erholung risikoreicher Vermögenswerte verlangsamt. Trotz einer stabilen Bitcoin-Performance wird ein „schneller Anstieg“ in naher Zukunft wahrscheinlich erschwert. Technisch bleibt die Lage robust, doch ein nachhaltiger Durchbruch ist noch nicht bestätigt Kurzfristig zeigt die Marktstruktur keine Anzeichen für eine Trendwende bei Bitcoin. Analysten weisen darauf hin, dass der aktuelle Anstieg auf knapp 75.000 USD vor allem durch starke technische Signale und Liquidationen im Derivatemarkt getrieben wurde. Der Durchbruch führte am selben Tag zu etwa 124 Millionen USD an Liquidationen und verstärkte den Aufwärtstrend. Dennoch meinen viele Beobachter, dass sich die Kursbewegung eher in einer Hochpreis-Range befindet und noch keinen bestätigten neuen Ausbruch darstellt. Die Marke von 75.000 USD konnte bisher noch nicht nachhaltig überwunden werden.

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