Gate News Nachrichten, 20. März, zeigt der aktuelle Bericht von CF Benchmarks, dass der Bitcoin-Preis deutlich hinter dem globalen Geldmengenwachstum zurückbleibt. Seit Mitte 2025 ist die globale M2-Geldmenge um etwa 12 % gewachsen, während der Bitcoin-Preis im gleichen Zeitraum um etwa 35 % gefallen ist. Der Indexanbieter weist darauf hin, dass der aktuelle Bitcoin-Handelspreis bei etwa 70.000 USD liegt, während der anhand des Modells berechnete „Fair Value“ nahe bei 136.000 USD liegt, was eine historische Diskrepanz zwischen Bitcoin und der Liquiditätsausweitung zeigt.
Der Forschungsleiter Gabe Selby erklärt, dass langfristige Daten zeigen, dass die Differenz zwischen Bitcoin-Preis und M2-Geldmenge meist nur vorübergehend ist, aber die Geldpolitik der USA bleibt ein entscheidender Einflussfaktor. Die Federal Reserve hat ihre Bilanzsumme von ihrem Höchststand auf etwa 6,7 Billionen USD reduziert und eine hohe Zinsumgebung aufrechterhalten, was die Finanzbedingungen verschärft und den Kapitalzufluss in Hochrisikokassets, einschließlich Bitcoin, einschränkt.
Steigende Energiepreise erhöhen ebenfalls den finanziellen Druck für Haushalte. Seit Ende Februar sind die Benzinpreise in den USA um etwa 81 Cent gestiegen, was die Ausgaben der Haushalte im Jahr um rund 740 USD erhöhen könnte, was teilweise die verfügbaren Einkommen durch Steuerrückerstattungen ausgleicht. Gleichzeitig beobachten die Märkte mögliche Versorgungsausfälle im Hormuzstraße-Gebiet und die damit verbundenen Inflationsrisiken. Kürzlich stiegen die Ölpreise zeitweise über 100 USD pro Barrel, sanken aber wieder auf etwa 92 USD, was weiterhin Druck auf risikoreiche Anlagen ausübt.
CF Benchmarks weist darauf hin, dass Bitcoin in vergangenen Zyklen meist nach einer Zinssenkung oder einer Verlangsamung der Bilanzreduzierung der Fed allmählich die Liquiditätsentwicklung nachholte. Selby betont, dass eine Erholung der Handelsnachfrage durch in den USA gelistete Spot-Bitcoin-ETFs und Unternehmensanleihen eine strukturelle Unterstützung für den Bitcoin-Preis bieten könnte. Solche kontinuierlichen Kaufaktivitäten waren in den vorherigen Zyklen fehlend.
Marktanalyse sieht kurzfristig weiterhin Einfluss durch hohe Zinsen, steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen, aber mittelfristig besteht die Möglichkeit einer Preisrallye nach einer Verbesserung des Finanzumfelds.