Am 13. Februar wurde eine alte Tweet aus dem Jahr 2020 erneut in der Krypto-Community aufgegriffen. Michael J. Casey, damals leitender Angestellter bei CoinDesk und heute Vorsitzender von DAIS Global, schrieb „Game Over“, nachdem die US-Regulierungsbehörden Ripple verklagt hatten und eine Plattform den XRP-Handel pausierte. Diese Aussage wurde damals als endgültiges Urteil über das Schicksal von XRP angesehen und verstärkte die Marktängste hinsichtlich seiner Zukunft in den USA.
Doch die Realität entwickelte sich anders als vorhergesagt. Mitte 2023 entschied ein US-Bundesgericht, dass XRP, das im Sekundärmarkt gehandelt wird, kein Wertpapier sei. Dieses Urteil markierte einen Wendepunkt, und mehrere große US-Börsen hoben die Handelsbeschränkungen für XRP auf. Seitdem hat XRP allmählich den regulatorischen Schatten hinter sich gelassen und kehrte in den Mainstream-Markt zurück.
Kürzlich teilte der XRP-Analyse-Account Digital Asset Investor erneut die Aussage „Game Over“, was für Aufsehen sorgte. Einige Unterstützer sind der Meinung, dass die Entwicklung von XRP kein reiner Marktzyklus war, sondern das Ergebnis eines komplexen Machtspiels zwischen Regulierung und Branche.
Gleichzeitig tauchten alte E-Mails im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein wieder auf, in denen eine Person namens „Michael Casey“ erwähnt wird, was bei einigen Community-Mitgliedern Spekulationen auslöste. Obwohl die E-Mail-Inhalte nicht direkt XRP betreffen, führte die zeitliche Übereinstimmung zu einer weiteren Eskalation der Diskussion.
Dazu äußerten sich mehrere Meinungsführer der XRP-Community. Brad Kimes bezeichnete dies als ein Beispiel für „systematischen Druck“, während der YouTuber Zach Rector dies als Fortsetzung der Machtkämpfe in der frühen Krypto-Branche ansah. Ripple-CTO David Schwartz äußerte sich ebenfalls und wies organisierte Verschwörungen zurück, gab aber zu, dass es in der Anfangszeit der Branche heftige Konkurrenz und irrationalen Widerstand gegeben habe.
Von einem „Endpunkt“ zu sprechen und XRP wieder in den Mainstream-Handel zu bringen, sehen viele Investoren als Symbol für die Widerstandsfähigkeit der Krypto-Branche. Egal, wie sich die Kontroversen entwickeln, diese Asset-Klasse hat mit der Zeit bewiesen, dass sie längst nicht „aus dem Spiel“ ist.
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