Der Wallet-Hersteller Ledger bestätigte, dass sein E-Commerce-Partner Global-e eine Datenpanne erlitten hat, warnte jedoch die Nutzer, dass ihre eigenen Hardware- und Software-Wallets weiterhin sicher sind. Ledger, mit Sitz in Paris, stellt seit 12 Jahren Krypto-Wallets her und verkauft diese. Das Unternehmen hat mehr als 7,5 Millionen Geräte verkauft und schätzt, dass seine Hardware- und Software-Wallets etwa 20 % der weltweiten Krypto-Assets verwahren. „Bei diesem Vorfall handelte es sich um unbefugten Zugriff auf Bestelldaten in den Informationssystemen von Global-e. Einige der bei diesem Vorfall zugänglichen Daten betrafen Kunden, die auf Ledger.com mit Global-e als Händler gekauft haben“, sagte ein Ledger-Sprecher in einer per E-Mail versandten Erklärung an Decrypt.
Global-e ist eine globale E-Commerce- und Zahlungsplattform, die Marken beim internationalen Verkauf ihrer Produkte unterstützt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Israel und wird an der Nasdaq unter dem Ticker-Symbol GLBE gehandelt. Es wird von Hunderten anderer Händler genutzt, darunter Victoria’s Secret, Adidas, Alo Yoga und Marc Jacobs. Die Erklärung fügte hinzu, dass Ledger-Produkte selbstverwaltet sind, sodass Global-e keinen Zugriff auf Kundeninformationen wie 24-Wort-Sicherheitsphrasen, Krypto-Guthaben oder andere private Daten im Zusammenhang mit digitalen Assets hat. „Wichtig ist, dass keine Zahlungsinformationen betroffen waren“, fügte das Unternehmen hinzu. Ledger erklärte außerdem in einer Mitteilung an seine Nutzer, dass es „unabhängige forensische Experten beauftragt hat, den Vorfall zu untersuchen“. Dies ist die neueste in einer Reihe von sicherheitsbezogenen Warnungen im Zusammenhang mit Drittanbietersystemen, die mit Ledger und seinen Geräten verbunden sind, darunter die Stax- und Nano-Hardware-Wallets.
Im Dezember 2023 berichtete das Unternehmen über unbefugten Zugriff und schädlichen Code in seinem Ledger Connect Kit. Das Unternehmen warnte damals die Kunden, „keine dApps mehr zu verwenden“, und erklärte, dass die Schwachstelle entstanden sei, weil ein ehemaliger Mitarbeiter Opfer eines Phishing-Betrugs wurde.