Michael Saylor erklärte kürzlich auf der Bitcoin MENA-Konferenz, dass Strategy (MSTR) in den nächsten 12 Monaten keine unbefristeten Vorzugsaktien (“digitale Kredite”) in Japan emittieren wird. Er betonte, dass er den “12-monatigen Vorsprung” der japanischen börsennotierten Gesellschaft Metaplanet überlassen wolle. Dieser Schritt lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verstärkt auf die Aktivitäten von Metaplanet im japanischen Markt für unbefristete Vorzugsaktien, da dieser Markt traditionell wenig aktiv ist und derzeit nur fünf Unternehmen in ganz Japan zum Handel mit solchen Vorzugsaktien berechtigt sind.
Metaplanet-CEO Simon Gerovich gab an, dass das Unternehmen mit zwei neuen Produkten, “Mercury” und “Mars”, in diesen Markt einsteigen will und damit das sechste und siebte Unternehmen in Japan sein wird, das unbefristete Vorzugsaktien emittiert. Mercury ist als japanische Version der Strategy STRK konzipiert, mit einer jährlichen Rendite von 4,9 %, auf Yen lautend und wandelbar – deutlich höher als die in Japan üblichen Renditen für Bankeinlagen und Geldmarktfonds von meist unter 0,5 %. Mercury befindet sich derzeit in der Pre-IPO-Phase und soll Anfang 2026 an die Börse gehen. Das zweite Produkt, Mars, orientiert sich am kurzfristigen Hochzins-Kreditprodukt STRC von Strategy und richtet sich eher an Anleger, die kurzfristige Erträge anstreben.
Strategy beschleunigt derzeit seine Expansion im Bereich der unbefristeten Vorzugsaktien und hat bereits vier solcher Produkte in den USA emittiert sowie mit STRM (in Euro denominiert) sein erstes internationales Produkt aufgelegt. In Japan ist jedoch die von Strategy häufig verwendete ATM-Emissionsmethode (At-the-Market) regulatorisch nicht zulässig. Daher nutzt Metaplanet einen alternativen Mechanismus, das “Moving Strike Warrant” (MSW), um einen ähnlichen Effekt zu erzielen, und plant, diesen Ansatz vollständig bei der Emission unbefristeter Vorzugsaktien einzusetzen.
Ob künftig mehr Bitcoin-Treasury-Unternehmen in die Emission “digitaler Kredite” einsteigen sollten, meint Saylor, der Markt solle vielfältig sein, und er erwartet, dass es in Zukunft ein Dutzend Emittenten geben wird. Gerovich betonte hingegen, dass nicht die Anzahl, sondern die Qualität der Bilanzen entscheidend sei. Metaplanet werde sich auf den japanischen Markt konzentrieren und je nach Entwicklung eventuell eine Expansion nach Asien erwägen. (CoinDesk)
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