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从财富到毁灭:为什么Kiarash Hossainpours的加密历史是一个警示信号
Kiarash Hossainpours paradoxe Karriere verkörpert die dunkle Seite des Kryptowährungsbooms – nicht nur persönliche Verluste, sondern auch die Verantwortung von Influencern gegenüber ihren Anhängern.
Der Zusammenbruch war verheerend. Im Mai dieses Jahres verlor die Luna-Kryptowährung 99 % ihres Wertes – ein Ereignis, das für den deutschen Investor Kiarash Hossainpour nicht nur finanzielle, sondern auch reputative Konsequenzen hatte. Was Jahre des Aufbaus eines Online-Images als „strategischer Investor" war, zerbarst in wenigen Tagen. Doch der eigentliche Skandal liegt nicht nur in den persönlichen Verlusten, sondern in der Frage, wer sonst noch geschadet wurde.
Die glänzende Fassade bröckelt ab
Kiarash Hossainpour war das Gesicht des schnellen Reichtums. Mit Mitte 20 präsentierte sich der in Berlin geborene Sohn einer iranischen Familie als Beweis dafür, dass Kryptowährungen tatsächlich Vermögen schaffen können. Sein YouTube-Kanal zog Hunderttausende Follower an – Menschen, die sein Erfolgsnarrativ glauben wollten. Der junge Influencer sprach vom „strategischen Investieren", vom Widerstehen gegen „Panikattacken" während Marktabstürze.
Doch zwischen den sorgfältig kuratierten Inhalten lauerte ein gefährlicher Widerspruch: Während er seinen Zuschauern riet, nur mit Geld zu investieren, das sie entbehren konnten, zeigte sein eigenes Verhalten ein anderes Muster – aggressives Engagement in hochvolatilen Assets wie Luna. Diese Doppelmoral zwischen Ratschlag und eigenem Handeln ist genau das Problem, das die Kryptowährungskultur durchdringt.
Wie alles begann: Der programmierte Aufstieg
Der Ursprung von Kiarash Hossainpours Vermögensaufbau lag nicht in reiner Spekulation, sondern in einer merkwürdigen Mischung aus technischem Geschick und Glück. Als Sohn eines Informatikers lernte er früh zu programmieren. Mit 13 Jahren startete er seinen ersten YouTube-Kanal – damals noch für Gaming-Content. Im Laufe der Zeit entwickelte er sich zum WordPress-Designer, verdiente ansehnliche Summen mit kundendefinierten Websites.
Der Wendepunkt kam 2014, als er seine erste Bitcoin-Zahlung erhielt. Das virtuelle Geld faszinierte ihn. Ende 2015 wagte er einen entscheidenden Schritt: eine Investition von knapp 40.000 Euro in Bitcoin. Seine Eltern fragten besorgt nach der Legalität. Sein Vater, der aus einer wohlhabenden iranischen Familie stammte, die durch die islamische Revolution verarmt war, warnte seinen Sohn vor der Illusion von Reichtum. „Das sind nur Zahlen auf einem Bildschirm", soll er gesagt haben.
Aber Kiarash Hossainpour hörte nicht auf diese Warnung. Stattdessen nutzte er seine steigenden Vermögenseinträge als Beweis für ein erfolgreiches System – und monetarisierte diesen Beweis durch sein YouTube-Imperium.
Der Luna-Effekt und die 99 %-Katastrophe
Bitcoin mag volatil sein – heute wird es bei etwa 22.500 Euro pro Einheit gehandelt, weit entfernt von seinem Allzeithoch von 67.205 Euro im November 2021 – aber es ist immerhin noch vorhanden. Luna war anders. Kiarash Hossainpour hatte mit „messianischem Eifer" auf diese Kryptowährung gewettet. Er war nicht nur Investor, sondern auch Promoter, der seinen riesigen Zuschauerstamm dazu ermutigte, dasselbe zu tun.
Als Luna zusammenbrach und 99 % seines Wertes verlor, verlor Hossainpour den Großteil seines Portfolios. Bis zu 90 % seiner digitalen Vermögenswerte verdampften. Er machte die „Inkompetenz" des Luna-Teams verantwortlich. Aber die tiefere Ironie liegt darin, dass sein eigener „sechste Sinn" – der angebliche Investmentinstinkt, der ihn berühmt gemacht hatte – völlig versagt hatte. Der Influencer, der andere lehrte, weise zu wählen, hatte sein eigenes größtes Kapital verloren.
Die systemische Schande: Influencer-geführter Bankrott
Was Kiarash Hossainpour und seine Generation von Krypto-Influencern übersehen haben, ist eine fundamentale Asymmetrie: Während sie selbst experimentieren können und (vorübergehend) scheitern können, folgen ihnen Hunderttausende weniger informierte Menschen. Der US-Börsenberater Clark Howard fasste es treffend zusammen: Hossainpour ist ein „verantwortungsloser Mann, der Tausende unwissende Menschen in den Bankrott getrieben hat."
Das ist keine bloße Kritik an einem Einzelnen. Es ist eine Systempandemie. Junge Influencer mit Zugang zu Millionen von Zuschauern, die selbst wenig Erfahrung haben und von den gleichen Spekulationsträgern getrieben werden wie ihre Anhänger – diese Konstellation ist ein Rezept für wiederholte Desaster.
Bemerkenswert ist, dass Kiarash Hossainpour, selbst nach dem Verlust von 90 % seines Portfolios, weiterhin behauptet, in Bitcoin investieren zu wollen. Er redet davon, dass „die Anhäufung von Verlusten Teil des Spiels ist" und dass es „Charakter aufbaut." Solche Aussagen sind entweder bemerkenswerter Mut oder tiefe Verleugnung – schwer zu sagen, welches schlimmer ist.
Das Lehrstück der neuen Finanzrealität
Die Geschichte von Kiarash Hossainpour ist nicht nur die eines gescheiterten Einzelnen. Sie ist ein Lehrstück über die Gefahren, wenn Finanzinflation, Online-Influencer und regulierungsfreie Märkte aufeinandertreffen. Sie zeigt, wie schnell junge Menschen zu Millionären werden können – und wie schnell diese Millionen wieder verschwinden können. Sie offenbart auch, wie die psychologische Verfestigung von Verlustlernungsbias und das Doppelleben zwischen privatem Scheitern und öffentlicher Bravur zu moralischen Kompromissen führt.
Die Frage für die Kryptowährungsgemeinschaft ist nicht, ob Kiarash Hossainpour sich erholen wird. Die Frage ist: Wie viele folgen ihm auf diesem Weg nach unten, bevor die Industrie beginnt, die Lücke zwischen dem Versprechen und der Realität zu schließen?