Die Financial Intelligence Unit (FIU) der indischen Finanzbehörde hat neue Richtlinien veröffentlicht, die den Prozess der Nutzeraufnahme auf Krypto-Plattformen verschärfen, um Geldwäsche (AML) und die Identitätsüberprüfung (KYC) zu verbessern.
Gemäß den neuen Vorschriften müssen regulierte Krypto-Börsen die Nutzer auffordern, ein Selfie in Echtzeit aufzunehmen, kombiniert mit Software zur Überwachung der Augen- und Kopfbewegungen, um Deepfake-AI zu verhindern. Außerdem müssen die Börsen Geolokationsdaten, IP-Adressen und Zeitstempel bei der Kontoerstellung erfassen.
Die Börsen sind außerdem verpflichtet, Bankkonten zu verifizieren, indem sie eine kleine Geldsumme senden, von den Nutzern zusätzliche lichtbildliche Ausweisdokumente der Regierung anfordern und E-Mail sowie Telefonnummer verifizieren.
Diese Maßnahme spiegelt die zunehmend strenge Regulierungsposition Indiens gegenüber Krypto und digitalen Vermögenswerten wider. Mit einer Bevölkerung von über 1,4 Milliarden Menschen wird erwartet, dass die Beteiligung der indischen Bevölkerung an On-Chain-Aktivitäten eine neue Investitionswelle für den globalen Krypto-Markt auslösen könnte.
In Zusammenhang stehende Entwicklungen zeigen, dass die indische Einkommenssteuerbehörde (ITD) Kryptowährungen als Steuerhinterziehungshilfsmittel ansieht, da dezentrale Börsen, anonyme Wallets und grenzüberschreitende Transaktionen die Überwachung erschweren. Derzeit unterliegen Gewinne aus Krypto-Transaktionen in Indien einer Steuer von 30 %, wobei nur die ursprünglichen Kosten abgezogen werden dürfen und Verluste zwischen den Transaktionen nicht verrechnet werden können.