Kambodscha überstellt Chen Zhi in einem großen Krypto-Betrugsfall

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  • Chen Zhi wurde nach seiner Entziehung der Staatsbürgerschaft aus Kambodscha nach China ausgeliefert, wodurch rechtliche Hindernisse für die Überstellung beseitigt wurden.

  • Behörden verbinden Chen mit grenzüberschreitendem Krypto-Betrug, Zwangsarbeitsbetrugs-Komplexen und groß angelegter Geldwäsche.

  • US-Staatsanwälte beschlagnahmten etwa $15B in Bitcoin, die mit dem Fall in Verbindung stehen, während die Ermittlungen in Südostasien fortgesetzt werden.

Kambodschanische Behörden haben den Milliardär Chen Zhi am 7. Januar im Rahmen einer grenzüberschreitenden gemeinsamen Untersuchung nach China ausgeliefert. Die Polizei verhaftete Chen am 6. Januar in Kambodscha zusammen mit Xu Ji Liang und Shao Ji Hui. Beamte gaben an, die Überstellung erfolgte nach Vorwürfen des Kryptowährungsbetrugs, Zwangsarbeitsbetrugs und groß angelegter Geldwäsche in mehreren Ländern.

Festnahme, Entziehung der Staatsbürgerschaft und Überstellung nach China

Das Innenministerium Kambodschas bestätigte, dass die Polizei Chen, Xu Ji Liang und Shao Ji Hui am 6. Januar festgenommen hat. Allerdings wurden die Verhaftungsorte vor der Auslieferung nicht bekannt gegeben. Am folgenden Tag wurden alle drei Verdächtigen in die Volksrepublik China überstellt.

Die Übergabe erfolgte nach einem königlichen Dekret, das Ende 2025 die kambodschanische Staatsbürgerschaft von Chen widerrief. Chen hatte 2014 die chinesische Staatsbürgerschaft aufgegeben, um kambodschanischer Staatsbürger zu werden. Bemerkenswert ist, dass der Widerruf rechtliche Hindernisse für die Auslieferung nach kambodschanischem Recht beseitigte.

Chinas staatlicher Sender CCTV bestätigte, dass Chen nach der Überstellung in chinesische Haft genommen wurde. Laut CCTV identifizierten die Behörden Chen als Anführer eines grenzüberschreitenden Glücksspiel- und Betrugsnetzwerks. Die öffentliche Sicherheit verhängte Zwangsmaßnahmen nach chinesischem Strafverfahren.

Betrugsverdacht und internationale Durchsetzungsmaßnahmen

US-Staatsanwälte erhoben im Oktober Anklage gegen den 37-Jährigen wegen Betrugs und Geldwäsche im Zusammenhang mit Online-Betrügereien. Laut BBC beschrieben Anklageschriften Zwangsarbeitskomplexe, die in Kambodscha betrieben wurden. Arbeiter wurden angeblich versklavt und gezwungen, Online-Investmentbetrügereien durchzuführen.

Ermittler sagten, die Opfer seien über längere Zeiträume in gefälschte Kryptowährungsinvestitionen verwickelt worden. Strafverfolgungsbehörden bezeichnen das Schema häufig als „Schweinestall-Methode“. US-Behörden beschlagnahmten später etwa $15 Milliarden in Bitcoin, die angeblich mit Chen in Verbindung stehen.

FBI-Direktor Kash Patel beschrieb die Beschlagnahme als eine der größten Finanzbetrugsmaßnahmen aller Zeiten. Die Kryptowährung bleibt unter Kontrolle der US-Regierung. Separat verhängte das Vereinigte Königreich Sanktionen gegen Prince Group, Chen’s Geschäftskonglomerat.

Regionale Überwachung und laufende Ermittlungen

Kambodschanische Regulierungsbehörden haben auch die Prince Bank, eine Tochtergesellschaft der Prince Group, ausgesetzt. Die Nationalbank Kambodschas ordnete die Abwicklung des Kreditinstituts an, erlaubte jedoch Abhebungen und Rückzahlungen. Die Prince Group hat eine Beteiligung an Betrugsoperationen bestritten.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass Hunderttausende in Betrugsoperationen in ganz Südostasien geschleust wurden. Kambodscha, Myanmar und Laos beherbergen bewachte Komplexe, die mit diesen Schemen in Verbindung stehen. Viele Opfer und Zielpersonen stammen Berichten zufolge aus China.

Chinesische Behörden hatten zuvor die Aktivitäten der Prince Group in Kambodscha untersucht. Das städtische Sicherheitsbüro Peking bildete eine Task Force, die sich auf die regionalen Operationen der Gruppe konzentrierte. Kambodschanische Beamte bestätigten die Auslieferung, gaben jedoch keine Details zum Transit bekannt.

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