Gate-News-Meldung, am 3. April, erklärte Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Market Intelligence, dass die Ergebnisse der Umfrage zum PMI (Purchasing Managers’ Index, ein wichtiger Indikator zur Messung der wirtschaftlichen Aktivität) zeigen, dass die US-Wirtschaft zunehmend unter dem Druck steigender Preise und zunehmender Unsicherheit leidet. Der Krieg im Nahen Osten verschärft zudem die Besorgnis über weitere politische Entscheidungen in naher Zukunft. Der Dienstleistungssektor ist seit Januar 2023 zum ersten Mal wieder in eine Schrumpfung geraten und drückt die Gesamtwirtschaft auf ein nahezu stagnierendes Niveau: Im März lag die annualisierte Wachstumsrate bei nur 0,5%. Am stärksten betroffen sind verbrauchernahe Dienstleistungen; mit Ausnahme der Zeit während der pandemiebedingten Lockdowns war der Rückgang im März der größte seit 2009, als es entsprechende Daten gibt. Letztes Jahr stark entwickelte Finanzdienstleistungs- und Technologiebranchen zeigen unter dem Einfluss der Volatilität an den Finanzmärkten und der Besorgnis über steigende Zinsen erste Anzeichen einer Abschwächung. Der entscheidende Grund für die Verschlechterung des Wirtschaftswachstums ist der Rückgang der Ausgaben, der auf die sinkende Kaufkraft zurückzuführen ist. Gleichzeitig haben im März stark gestiegene Energiepreise zu einem deutlichen Anstieg der Kosten und der Verkaufspreise geführt. Wie die Umfrage zeigt, nimmt die Bereitschaft der Unternehmen zu, die Kosten in den kommenden Monaten auf die Kunden abzuwälzen; der Preisinflationsdruck bei den Verbraucherpreisen könnte sich beschleunigen und nahe an 4% herankommen.