Jim Cramer „Bullisch“ danach Nike bricht um 15% ein, Tiefststand in zehn Jahren

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Gate News Nachrichten: Die Aktien des US-Sportbekleidungsriesen Nike brachen am 1. April um 15,5% ein und fielen auf etwa 44,6 US-Dollar; damit wurde ein Tiefstand seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht, zugleich verzeichnete das Unternehmen den zweigrößten Tagesverlust seit fast 25 Jahren. Der starke Kursrutsch ereignete sich, nachdem das Unternehmen nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts für das dritte Fiskalquartal bekannt gegeben hatte. Obwohl Umsatz und Ergebnis je Aktie die Markterwartungen übertrafen, schwächten sich die Ertragskraft und die zukünftige Prognose deutlich ab, was zu massiven Verkäufen am Markt führte.

Besonders auffällig ist, dass Jim Cramer, ein bekannter Wirtschaftsjournalist, kurz nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts offen eine optimistische Einschätzung zur Nike-Zukunft äußerte. Diese Aussage verbreitete sich rasch in den sozialen Medien und wurde von Teilen der Anleger als „umgekehrtes Signal“ interpretiert. Die Diskussionen rund um „Cramer geht gegen den Strom“ nahmen erneut an Fahrt auf; sogar ETFs, die speziell gegen die Ansichten von Cramer positioniert waren, wurden vom Markt wieder aufgegriffen.

Aus Sicht der Fundamentaldaten: Nike erzielte in diesem Quartal einen Umsatz von 11,28 Milliarden US-Dollar und ein Ergebnis je Aktie von 0,35 US-Dollar, doch der Nettogewinn fiel im Jahresvergleich um 35% auf 520 Millionen US-Dollar; die Bruttomarge sank auf 40,2%. Das Unternehmen führte aus, dass der zunehmende Druck durch Zölle in Nordamerika sowie die Intensivierung von Rabattaktionen die Gewinnspanne angegriffen hätten. Noch stärker beunruhigend für den Markt ist jedoch die künftige Entwicklung: Das Unternehmen erwartet, dass der Absatz im nächsten Quartal um 2% bis 4% zurückgehen wird, und dass die Einnahmen in der Region Großchina um etwa 20% sinken könnten.

Darüber hinaus steht das Direktvertriebsgeschäft von Nike weiterhin unter Druck: Insgesamt ging es um 7% zurück, davon fielen die digitalen Kanäle um 9%. Das Umsatzwachstum der Submarke Converse brach um 35% ein und das Geschäft wechselte von Gewinn zu Verlust. Der von CEO Elliott Hill angeführte Transformationsplan befindet sich weiterhin in einer frühen Phase, doch die anhaltend schwachen Ergebnisse haben das Vertrauen des Marktes weiter geschwächt.

Auf der Wettbewerbsseite fressen On Running, Hoka und Adidas dem Marktanteil weiterhin Stück für Stück auf. Der aktuelle Nike-Kurs liegt im Vergleich zum historischen Hoch bereits um etwa 71% zurück, der Rückgang im laufenden Jahr nähert sich 30%. Vor dem Hintergrund, dass eine Erholung der Gewinne erst nach dem Fiskaljahr 2027 erwartet wird, sieht sich dieser Branchengigant mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert; der Markt zeigt sich hinsichtlich des Weges zur Erholung weiterhin eher zurückhaltend.

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