Warren Buffett, der legendäre Investor und Vorsitzende von Berkshire Hathaway, sagte in einem CNBC-Interview diese Woche, dass seine Firma bei der neuesten Auktion ungefähr 17 Milliarden US-Dollar in US-Treasury-Bills gekauft hat. Steht ein Börsencrash bevor, und was bedeutet das für Bitcoin (BTC)?
Kernaussagen:
Berkshire hielt zum Jahresende 2025 373 Milliarden US-Dollar an Barmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten, mehr als doppelt so viel wie auf den Niveaus von 2023.
Die steigenden Barmittelreserven der Firma gehen typischerweise großen Börsencrashs voraus, ein schlechtes Zeichen für Bitcoin.
Buffetts Botschaft ist eindeutig: Berkshire betrachtet den jüngsten Rücksetzer bei den Kursen im Aktienbereich nicht als ausreichend attraktive Kaufgelegenheit.
Zur Einordnung: Der S&P 500 ist seit dem Erreichen eines Rekordhochs im Januar um etwa 5,75% gefallen.
_Diagramm zur wöchentlichen Performance des S&P 500. Quelle: _TradingView
Buffett sagte, Aktien seien nach dem Rückgang nicht „wesentlich“ günstiger, und er beschrieb den Abverkauf als „nichts“ im Vergleich zu früheren Abschwüngen, bei denen die Märkte um mehr als 50% gefallen seien.
Das erklärt auch Buffets jüngsten Kauf von Treasury-Bills. Das Unternehmen beendete 2025 mit rund 373 Milliarden US-Dollar an Barmitteln und Äquivalenten, gestiegen gegenüber einem Rekord von 334,2 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor und mehr als doppelt so hoch wie sein Niveau zum Ende von 2023.
Buffett, der Bitcoin famously „Rattengift“ nannte, geht typischerweise in die Barmittel, bevor es zu großen Börsencrashs kommt, wie historische Daten zeigen.
Im Jahr 1998 begann Buffett beispielsweise, die Aktienexponierung von Berkshire zu reduzieren und Bargeld aufzubauen, wodurch die Bestände des Unternehmens an Barmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten auf 13,1 Milliarden US-Dollar, also etwa 23% der gesamten Vermögenswerte, stiegen.
Chart zu Berkeleys Barmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Quelle: GuruFocus.COM
Bis Mitte 2000 war diese Kennzahl auf nahezu 15 Milliarden US-Dollar gestiegen, also ungefähr 25% der Vermögenswerte, bevor Berkshire damit begann, Kapital in Schnäppchen einzusetzen, als die Dotcom-Blase platzte.
Bitcoin hat in weiten Teilen des Zeitraums nach 2020 eher wie eine Aktie gehandelt als wie ein traditioneller sicherer Hafen; oft bewegte es sich in die gleiche Richtung wie US-Aktien, insbesondere der stark techniklastige Nasdaq.
Stand Mittwoch lag der gleitende 20-Wochen-Korrelationskoeffizient zwischen den beiden Märkten positiv bei 0,47.
Diagramm zum 20-Wochen-Korrelationskoeffizienten zwischen Nasdaq Composite und BTC/USD. Quelle: TradingView
Wenn Buffets „Risk-off“-Strategie stimmt, könnte Bitcoin zusammen mit den Aktien unter Druck geraten. Neue Bedenken bezüglich Quanten-Sicherheit, kriegsbedingte Inflationsrisiken und die nahezu 50%ige Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession üben Druck auf den BTC-Preis aus.
Auch die Portfolioentscheidungen von Berkshire haben sich stärker von kryptonahen Finanzgeschäften abgewandt.
Im ersten Quartal 2025 stieg das Unternehmen vollständig aus Nu Holdings aus, einem crypto-freundlichen Fintech-Unternehmen, nachdem es seine Position dort 2021 und 2022 aufgebaut hatte. Es sicherte sich dabei etwa 250 Millionen US-Dollar an Gewinnen aus diesen Investitionen.
Mehrere Analysten prognostizieren, dass der BTC-Preis im Jahr 2026 auf Werte von bis zu 30.000 US-Dollar fallen könnte.
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