Gate News Nachricht, am 2. April, so berichtete das britische Financial Times, dass die Golfstaaten ihre kostspieligen Pipeline-Pläne erneut überprüfen, da eine mögliche langfristige Kontrolle durch den Iran über die Straße von Hormus eine Bedrohung darstellt. Damit soll eine wichtige Schifffahrtsengstelle umgangen werden, um die Öl- und Gasexporte sicherzustellen. Regierungsvertreter und Branchenmanager betonten, dass das Pipeline-Vorhaben zwar hohe Kosten verursacht, politisch komplex ist und mehrere Jahre dauert, dies jedoch möglicherweise der einzige Weg ist, um die Abhängigkeit der Golfstaaten von dieser Meerenge zu verringern. Der aktuelle Konflikt unterstreicht zudem den strategischen Wert der „Ost-West-Pipeline“ in Saudi-Arabien mit einer Länge von 1200 Kilometern. Die Pipeline wurde in den 1980er-Jahren gebaut und sollte ursprünglich die Sorge bewältigen, dass die Meerenge aufgrund der sogenannten „Tankerkriege“ zwischen Iran und Irak geschlossen werden könnte. Heute ist sie zu einer entscheidenden Lebensader geworden und transportiert täglich 7 Millionen Barrel Rohöl zu den Hafenanlagen im Roten Meer in Yanbu, vollständig unter Umgehung der Straße von Hormus. Saudi-Arabien prüft derzeit, wie es über die Pipelines mehr Rohöl exportieren könnte; konkrete Optionen umfassen den Ausbau der Kapazität der „Ost-West-Pipeline“ oder das Erschließen neuer Routen.