Naoris Protocol hat sein Mainnet gestartet und führt eine Layer-1-Blockchain ein, die für die Nutzung postquantenkryptografischer Verfahren zur Transaktionsvalidierung und Netzwerksicherheit ausgelegt ist. Das Netzwerk ist live mit begrenzter, nur per Einladung verfügbarer Teilnahme; es ermöglicht frühen Nutzern, Validator-Node(s) zu betreiben und Transaktionen zu verarbeiten.
Laut einer Ankündigung, die mit Cointelegraph geteilt wurde, integriert es kryptografische Standards, die vom National Institute of Standards and Technology (NIST) finalisiert wurden, um Risiken in bestehenden Blockchains zu adressieren, bei denen die aktuellen Verschlüsselungsmethoden mit der Zeit verwundbar werden könnten.
Vor dem Mainnet verarbeitete das Testnetzwerk des Protokolls mehr als 100 Millionen Transaktionen und identifizierte laut dem Projekt hunderte Millionen potenzielle Bedrohungen, wobei die Aktivität sich über Millionen von Wallets und Nodes erstreckte.
Das System verwendet ein Konsensmodell namens Distributed Proof of Security (dPoSec), um Transaktionen über Nodes hinweg zu verifizieren, während das NAORIS-Token dazu gedacht ist, Netzwerkoperationen zu unterstützen, während sich das ökonomische Modell entwickelt.
Der Rollout beginnt mit einer eingeschränkten Gruppe von Validatoren und Partnern, wobei ein breiterer Zugang in Phasen erwartet wird.
Das Projekt führt Berater mit Hintergründen in Cybersicherheit, Regierungs- und Enterprise-Technologie auf und wird von Investoren unterstützt, darunter Draper Associates.
**Verwandt: **__Ist $450B in Bitcoin anfällig für die Quantenbedrohung? Analysten melden sich zu Wort
Der Launch erfolgt, während überarbeitete Schätzungen für Quantencomputing, das QuBits und Quantenzustände nutzt, um Informationen anders als klassische Computer zu verarbeiten, die Bemühungen antreibt, sich von aktuellen kryptografischen Standards wegzubewegen.
Neue Forschung von Google, die am Montag veröffentlicht wurde, legt nahe, dass Quantencomputer viel weniger Ressourcen benötigen könnten als bisher angenommen, um die Blockchain-Verschlüsselung zu knacken. Die Studie fand, dass weniger als 500.000 physische QuBits ausreichen könnten, um Systeme zu durchbrechen, die Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) sichern – eine ungefähr 20-fache Reduktion gegenüber früheren Schätzungen.
Die Ergebnisse deuten auf einen kürzeren Zeitrahmen für das Quantenrisiko hin: Justin Drake, ein Forscher bei der Ethereum Foundation, schätzt eine mindestens 10%-Chance, dass ein Quantencomputer bis 2032 einen privaten Schlüssel wiederherstellen könnte.
_Breakdown of Bitcoin supply by address type and quantum exposure risk. Source: _Google Quantum AI
Forscher am California Institute of Technology, die mit Oratomic zusammenarbeiten, kamen zu ähnlichen Schlussfolgerungen: Kürzlich fanden sie, dass Verbesserungen bei der Fehlerkorrektur (die die Anzahl der QuBits reduzieren, die benötigt werden, um Berechnungen zu stabilisieren) die Anforderungen an praktische Systeme auf 10.000 bis 20.000 QuBits senken könnten – von früheren Annahmen von Millionen.
Auf Basis dieser Reduktionen sagten die Forscher, dass um etwa 2030 ein funktionsfähiger Quantencomputer entstehen könnte.
Blockchain-Entwickler beginnen zu reagieren. Im Januar führten Entwickler im Solana-Ökosystem einen quantenresistenten Tresor ein, der Hash-basierte Signaturen verwendet, um für jede Transaktion neue Schlüssel zu generieren und so die Exponierung öffentlicher Schlüssel zu reduzieren.
Am 24. März starteten Entwickler der Ethereum Foundation ein „Post-Quantum Ethereum“-Ressourcenzentrum, das Pläne zur Aufrüstung der Kryptografie des Netzwerks darlegt. Dabei zielen sie auf protokollbasierte Änderungen bis 2029 ab und weisen zugleich auf die mehrjährige Komplexität eines solchen Übergangs hin.
**Magazin: **__Ein Anfängerleitfaden, um eine Krypto-Winter-Krise zu überleben
Cointelegraph setzt sich für unabhängigen, transparenten Journalismus ein. Dieser Nachrichtenartikel wird in Übereinstimmung mit der Editorial Policy von Cointelegraph erstellt und soll genaue und zeitnahe Informationen bereitstellen. Leser werden ermutigt, Informationen unabhängig zu verifizieren. Lesen Sie unsere Editorial Policy