Bitcoin steigt vor dem Hintergrund nachlassender Spannungen, aber schwache ETF-Zuflüsse und extreme Angst deuten auf eine ungewisse Erholung hin.
Die Krypto-Märkte entwickelten sich fester, nachdem sich geopolitische Spannungen entspannt hatten und das Risikobewusstsein der Anleger stieg. Bitcoin überschritt kurzzeitig die Marke von 68.000 US-Dollar und führte damit zu Gewinnen bei wichtigen digitalen Assets. Allerdings bleibt die Stimmung insgesamt vorsichtig: Schwache institutionelle Zuflüsse und anhaltende Marktfurcht begrenzen das Vertrauen in eine nachhaltige Erholung.
Eine Verschiebung im geopolitischen Ton hob die Risikoanlagen in den Märkten an, einschließlich Kryptowährungen. Händler reagierten auf Hinweise darauf, dass sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran möglicherweise abschwächen, was zu einer erneuerten Risikobereitschaft führte.
Infolgedessen stiegen die Krypto-Preise, während die Unsicherheit rund um die Energieversorgung sich stabilisierte. Bitcoin kletterte zeitweise um bis zu 2,6% auf 68.335 US-Dollar, bevor es unter diese Marke fiel. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde das Asset nahe 66.610 US-Dollar gehandelt, was auf teilweise Gewinnmitnahmen hindeutet.
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In der Zwischenzeit folgte Ethereum mit einem Tagesplus von 3,3%, während Solana und XRP leicht zulegten. Die Stimmung verbesserte sich, nachdem ein Bericht der The Wall Street Journal festhielt, dass Donald Trump erwägt, die US-Militäraktionen gegen den Iran zu beenden.
Laut Angaben von Vertretern könnte ein solches Vorgehen sogar dann fortgesetzt werden, wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Damit deutet dieses Szenario auf anhaltende Versorgungseinschränkungen, aber ein geringeres unmittelbares Konfliktrisiko hin.
Im gesamten März haben die Krypto-Märkte eine relative Widerstandsfähigkeit gezeigt. Bitcoin hielt sich stabil, obwohl die Aktienkurse und Gold fielen – beides wurde durch Inflationssorgen belastet, die mit einem möglichen Energieschock zusammenhängen.
Insbesondere ist Gold in diesem Monat um mehr als 13% gefallen, während Bitcoin im gleichen Zeitraum bescheidene Gewinne verbuchte. Selbst mit der jüngsten Stabilität liegt Bitcoin weiterhin deutlich unter seinem vorherigen Hoch.
Allerdings bleibt die Stimmung insgesamt vorsichtig. Der Crypto Fear & Greed Index liegt bei 26, einem Niveau, das bei Anlegern extreme Angst signalisiert. Das bedeutet, dass viele Händler trotz der jüngsten Kursgewinne weiterhin zögern, Risiken einzugehen.
Die institutionelle Nachfrage hat sich zu Beginn der Woche leicht verbessert. Daten von Coinglass zufolge verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs am Montag einen moderaten Zufluss von 69,44 Millionen US-Dollar, nachdem es letzte Woche zwei aufeinanderfolgende Tage mit Abflüssen gegeben hatte.
Damit die Erholung von Bitcoin Bestand hat, muss die institutionelle Nachfrage konsistent bleiben und sich im Zeitverlauf verstärken. Ohne das könnten die Kursgewinne Schwierigkeiten haben, weiterzugehen.