
Das Zahlungsunternehmen Square, das Jack Dorsey (Jack Dorsey) gehört, gab am 31. März bekannt, dass es damit begonnen hat, automatisch Bitcoin-Zahlungsfunktionen für Millionen qualifizierter US-amerikanischer Kleinunternehmen zu aktivieren, ohne dass Händler etwas aktiv einrichten oder beantragen müssen. Transaktionen werden an der Kasse in Echtzeit in US-Dollar umgewandelt und dem Händler als Fiat-Währung gutgeschrieben; Händler erhalten standardmäßig Fiat und tragen keinerlei Risiko aus Kursvolatilität, außerdem sind die Gebühren vollständig bis Ende 2026 entfallen.
(Quelle: Square)
Squares Designlogik besteht darin, sämtliche technische Komplexität im Zusammenhang mit Bitcoin außerhalb des Blickfelds der Händler zu platzieren. Wenn Kunden mit Bitcoin bezahlen, wird die Transaktion im Checkout-Prozess sofort in US-Dollar umgewandelt; der Händler erhält Fiat, trägt keinerlei Risiko aus Preisbewegungen und muss weder bestehende Buchhaltungssysteme ändern noch ein Konto für die Verwahrung von Kryptowährungen beantragen.
Miles Suter, Head of Bitcoin-Produkt bei Block, erklärte auf der X-Plattform: „Wir machen es Millionen Unternehmen leichter, Bitcoin zu akzeptieren; das ist der Anfang, dass Bitcoin zu einer alltäglichen Währung wird.“ Auch Dorsey selbst bestätigte die Funktion mit einem knappen „Heute“ auf X, dass sie offiziell live ist.
Dies ist eine wichtige Erweiterung des zuvor von Square angekündigten „Square Bitcoin“-Plans, aber der entscheidende Durchbruch liegt darin, dass Bitcoin-Zahlungen jetzt standardmäßig automatisch aktiviert werden – und nicht als Option, die Händler aktiv auswählen müssen – und direkt in die bestehenden Zahlungssysteme integriert werden, ohne zusätzliche Schritte.
Die aussagekräftigste Reaktion aus der Branche kam vom CEO von Lightspark, David Marcus. Er zog den Vergleich zur Bedeutung, die das TCP/IP-Protokoll für das frühe Internet hatte: TCP/IP etablierte ein Set allgemeiner Standards, damit unterschiedliche Netzwerke miteinander kommunizieren können, sodass Nutzer das zugrunde liegende Technologieverständnis nicht benötigen, um das Internet zu nutzen.
Marcus ist der Ansicht, dass Bitcoin eine ähnliche Rolle im Finanz- und Infrastrukturkontext spielen kann, indem es einen universellen Rahmen bereitstellt und so plattform- und systemspezifische Wertübertragung ermöglicht. „Eine großflächige Umsetzung von Bitcoin-Zahlungen könnte den Prozess nachzeichnen, wie TCP/IP zum grundlegenden Internetprotokoll wurde“, sagte er.
Die tiefe Bedeutung dieses Vergleichs lautet: Wenn Händler Bitcoin-Zahlungen akzeptieren können, ohne Bitcoin verstehen zu müssen, und Verbraucher das Bitcoin-Netzwerk nutzen können, ohne Bitcoin zu besitzen, dann ist Bitcoin nicht mehr nur eine Anlage-Asset, sondern eine universelle Übertragungsschicht für das Finanzwesen.
Square richtet sich nicht an Krypto-Nutzer von Geburt an, sondern an Millionen kleiner Unternehmen, die Square bereits für das Einziehen von Zahlungen, das Verwalten von Beständen und die Berechnung von Löhnen nutzen – also eine Zielgruppe, die traditionell gegenüber Kryptowährungen skeptisch ist. Einige wichtige Details zu den Funktionen sind besonders beachtenswert:
Automatisierter Rollout-Bereich: Aktivierung automatisch für alle qualifizierten US-Unternehmen, ohne Antrag
Fiat-Vorrang-Design: Händler erhalten standardmäßig USD; das Risiko aus Bitcoin-Kursbewegungen wird vollständig im Hintergrund abgefangen
Null-Gebühren-Zeitraum: Bis Ende 2026 sind Bitcoin-Zahlungstransaktionen vollständig gebührenfrei
Nutzerbasis: 78% der Square-Nutzer befinden sich in den USA; Integration in bestehende Zahlungs-, Bestands- und Lohnsysteme
Die Maßnahme erfolgt zu einer Zeit, in der sich der Wettbewerb im Bereich Krypto-Zahlungen deutlich zuspitzt. PayPal bewirbt jüngst seinen USD-Stablecoin PYUSD in global 70 Märkten; Dorsey ist zwar seit jeher ein Bitcoin-Purist, hat aber in letzter Zeit auch erklärt, dass Block den von USD gekoppelten Token aufgrund des Wachstums der Kundennachfrage unterstützen werde. Die Grenzen des Krypto-Zahlungs-Ökosystems werden derzeit schnell neu gezogen.
Händler müssen praktisch nichts ändern. Die Bitcoin-Zahlungsfunktion ist bereits automatisch aktiviert. Wenn Kunden mit Bitcoin bezahlen, wird die Transaktion sofort in US-Dollar umgewandelt und als Zahlung erfasst; der Händler erhält eine vertraute Fiat-Abrechnung. Er trägt kein Preisvolatilitätsrisiko aus Kryptowährungen, muss weder sein Buchhaltungssystem aktualisieren noch ein Krypto-Treuhandkonto beantragen. Die Nutzererfahrung bei der Bedienung unterscheidet sich grundsätzlich nicht davon, eine Kreditkarte zu akzeptieren.
TCP/IP ist ein zugrunde liegendes Protokoll, das es unterschiedlichen Netzwerken ermöglicht, miteinander zu kommunizieren; Nutzer können das Internet nutzen, ohne die technischen Details von TCP/IP verstehen zu müssen. Lightsparks CEO David Marcus glaubt, dass Square es Millionen Händlern ermöglicht, Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren, ohne dass sie Bitcoin wahrnehmen müssen, und dass dies der Startpunkt sein könnte, an dem Bitcoin zu einer grundlegenden Finanz-Infrastruktur geworden ist – vergleichbar mit dem historischen Moment, in dem TCP/IP zum Internetstandard wurde.
Square hat eine große Händlerbasis. Wenn Millionen kleiner Unternehmen in ihren bestehenden Zahlungsprozessen automatisch die Fähigkeit erhalten, Bitcoin zu akzeptieren, würde das die konkreten Einsatzszenarien für Bitcoin-Zahlungen deutlich erweitern. So wird Bitcoin seine Rolle von „Anlage-Asset“ hin zu „Zahlungsmittel“ transformieren, und es entsteht eine beispiellose Grundlage für eine skalierte Akzeptanz – ohne sich auf Krypto-Nutzer von Geburt an zu stützen.