Die Gründer von CoinDCX wurden wegen eines Betrugs mit Fake-Website festgenommen. So wollen sie mit ihrem Digital Suraksha Network im Wert von 100 Crore gegen Krypto-Scams vorgehen.
CoinDCX-Co-Gründer Sumit Gupta und Neeraj Khandelwal sahen sich im März mit einer unerwarteten rechtlichen Krise konfrontiert.
Ein Polizeiteam aus Mumbra flog am 21. März nach Bengaluru und nahm beide Männer fest. Die Festnahme ging auf eine Betrugsanzeige im Umfang von 71,6 Lakh zurück, die mit einer Fake-Website zusammenhing: coindcx.pro.
Diese Seite hatte keine Verbindung zu ihrer tatsächlichen Plattform, coindcx.com. Drei Tage später gewährte ein Gericht in Thane Kaution und stellte fest, dass kein Fall gegen die Gründer vorliegt.
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Die FIR nannte insgesamt sechs Personen. Neben den beiden Co-Gründern wurden vier weitere Personen aufgeführt: Akash Rana, Rahul Gupta, P. Vasudev und Shivam Sharma.
Der stellvertretende Oberinspektor Anil Shinde bestätigte die Vorwürfe wegen Betrugs, vorsätzlicher Verletzung des Vertrauens und Betrugs im Rahmen der Bestimmungen der Bharatiya Nyaya Sanhita.
Das Gericht in Thane stellte jedoch fest, dass der Beschwerdeführer die Gründer selbst nicht kannte. Er bestätigte vor Gericht, dass er keinen der beiden jemals getroffen habe.
Der Betrug lief vollständig über die Seite des Stellvertreters, ohne dass eine Transaktion die tatsächliche Börse von CoinDCX berührte.
Wie LiviBitcoinNews zuvor berichtete, hat die Festnahme Indiens Start-up- und Krypto-Kreise überrascht. Zwei bekannte Alumni des IIT Bombay befanden sich in Gewahrsam wegen eines Betrugs, den sie nicht durchgeführt hatten.
Der Vorfall legte eine gefährliche rechtliche Lücke offen, wie Fälle von Marken-Impersonation gehandhabt werden.
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Sumit Gupta sprach die Situation direkt auf X an.
Er bezeichnete die Erfahrung als „zutiefst beunruhigend“ und „entmutigend“. Er stellte klar, dass die Gründer von Anfang an wussten, dass sie keine Beteiligung hatten. Dennoch erwies sich der Ablauf selbst als alarmierend.
Gupta brachte in seinem X-Beitrag eine scharfe Sorge zur Sprache. Wenn ein Betrüger eine Fake-Website mit dem Namen oder der Marke eines Gründers erstellt und jemanden betrügt, kann der Gründer festgenommen werden.
Nicht der eigentliche Betrüger. Das ist offenbar das Präzedenz, das die Festnahme gesetzt hat.
CoinDCX hatte bereits mehr als 1.200 betrügerische Websites dokumentiert, die seine Plattform imitieren. Diese Erkenntnisse lagen in den internen Systemen des Unternehmens vor.
Die Festnahme brachte die Gründer dazu, öffentlich und dringend zu handeln.
Ich möchte das ansprechen, was letzte Woche mit Neeraj und mir passiert ist. Natürlich war das auch für uns ziemlich überraschend und ehrlich gesagt sehr entmutigend. Aber heute wollen wir darüber sprechen, was tatsächlich passiert ist und vor allem darüber, was wir dagegen tun werden.
Am 21. März wurden wir… pic.twitter.com/7uNEu0T3H3
— Sumit Gupta (CoinDCX) (@smtgpt) 30. März 2026
Am Montag gab CoinDCX das Digital Suraksha Network bekannt, ein Commitment über 100 Crore. Die Initiative zielt auf Lücken in der Cybersicherheit in Indiens digitalem Finanzsektor ab.
Gupta machte deutlich, dass das über Krypto hinausgeht. Jedes Unternehmen mit digitalem Fußabdruck trägt dieses gleiche Risiko.
Das Netzwerk umfasst eine WhatsApp-Hotline rund um die Uhr (24/7), die für alle Nutzer kostenlos ist. Jeder kann einen Link, eine Plattform oder ein Angebot verifizieren, bevor Geld gesendet wird.
CoinDCX plant außerdem, eine offene Fraud Intelligence API einzuführen. Diese wird Echtzeitdaten zu betrügerischen Seiten an Banken, Fintechs und andere Börsen weitergeben.
Die Gründer kündigten zudem Cyber-Trainingsprogramme für staatliche Einheiten zur Cyberkriminalität an. Diese werden Blockchain-Forensik und die Nachverfolgung digitaler Assets abdecken.
Eine landesweite Kampagne namens „Vorsicht vor Transaktionen“ wird die Initiative abrunden. Gupta rief jede Plattform, jeden Regulierer und jeden Nutzer von digitalem Finanzwesen dazu auf, sich der Aktion anzuschließen.