
BlackRock, unter der Leitung von CEO Larry Fink, hat sich zum Ziel gesetzt, digitale Vermögenswerte sowie Bereiche wie Private Markets, Versicherungen und aktiv verwaltete ETFs innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einer jährlichen Einnahmequelle von 500 Millionen USD für den Konzern zu machen. Beim Krypto-ETF-Bereich könnte der Fortschritt jedoch schneller voranschreiten als erwartet.
Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock hat die Marke von 100 Milliarden USD Vermögen überschritten und wächst deutlich schneller als frühere ETFs, was ihn zur profitabelsten Einnahmequelle im Portfolio von über 1.000 Fonds des Konzerns macht. IBIT erzielt im Jahr 2024 etwa 47,5 Millionen USD Nettogebühren und im Jahr 2025 etwa 174,6 Millionen USD; zusammen mit den Ethereum-Fonds (ETHA, ETHB) belaufen sich die Gesamtnettogebühren der ersten beiden Jahre auf etwa 241,4 Millionen USD.
Bei einer Gebühr von 0,25 % generiert jede Milliarde USD Vermögen etwa 2,5 Millionen USD Jahresumsatz. Um also 500 Millionen USD pro Jahr zu erreichen, benötigt das BlackRock Krypto-ETF-System etwa 200 Milliarden USD an gebührenpflichtigem Vermögen. Bis zum Zeitpunkt des Berichts belaufen sich die Gesamtvermögen des BlackRock Krypto-ETF-Teams auf etwa 61,6 Milliarden USD (IBIT ~54,64 Milliarden, ETHA ~6,70 Milliarden, ETHB ~0,26 Milliarden), was einem Jahresumsatz von etwa 153,7 Millionen USD entspricht – noch weit entfernt von der Marke von 200 Milliarden.
Zwei entscheidende Faktoren für den Fortschritt sind: die Schwankungen der Krypto-Preise (Steigerung der Preise erhöht den Vermögenswert) und der Zufluss neuer Gelder in die Fonds. Beide Faktoren zusammen werden die Lücke zu den 200 Milliarden verringern.
Das schnelle Wachstum von IBIT wirft Fragen zur Nachhaltigkeit der Gebührenströme und zu Konzentrationsrisiken auf. Ein Fonds dieser Größenordnung kann die Angebots- und Nachfragedynamik auf dem Spot-Markt beeinflussen und die Gebührenquelle zu einem wichtigen Bewertungsfaktor für Vermögensverwalter und Investoren machen.