Bloomberg: Iran beginnt, Schiffe im Persischen Golf eine "Durchgangsgebühr" zu berechnen, zahlbar in Kryptowährung, bis zu 2 Millionen US-Dollar pro Fahrt

Bloomberg berichtet, dass Iran begonnen hat, von Schiffen, die durch den Hormus-Straßenzug fahren, Transitgebühren von bis zu 2 Millionen US-Dollar pro Fahrt zu erheben. Die Zahlungen können in US-Dollar in bar, Kryptowährungen oder Tauschgeschäften erfolgen; gleichzeitig stehen die Verhandlungspositionen zwischen den USA und Iran im Widerspruch. Das Weiße Haus bezeichnet die Gespräche als produktiv, während Teheran öffentlich per Staatsmedien ablehnt und fünf Bedingungen für einen Waffenstillstand fordert, darunter Kriegsausgleich und Souveränität über die Straße.

(Frühere Zusammenfassung: Iran lehnt die 15 US-amerikanischen Waffenstillstandsangebote ab und stellt fünf Bedingungen: Kriegsausgleich, Kontrolle über den Hormus-Straßenzug)

(Hintergrund: Es wird erwartet, dass die USA und Iran in Pakistan Verhandlungen aufnehmen, wobei Vizepräsident Harris als Verhandlungsführer genannt wird)

Inhaltsverzeichnis

Toggle

  • Das Weiße Haus sagt „produktiv“, Teheran sagt „keine Verhandlungen“
  • Nuklearanlage beschossen, Harris’ Besuch noch unbestätigt
  • Bitcoin folgt dem Hormus, Stablecoin-Zahlungen könnten neuen Einfluss haben

Insider gegenüber Bloomberg: Die iranischen Behörden haben begonnen, Transitgebühren von Schiffen, die durch den Hormus-Straßenzug fahren, zu erheben. Je nach Fall können die Gebühren bis zu 2 Millionen US-Dollar pro Fahrt betragen. Die Erhebung erfolgt nicht öffentlich und akzeptiert Zahlungen in US-Dollar in bar, Kryptowährungen oder Tauschgeschäfte.

Dies ist das deutlichste Signal dafür, dass Iran den Hormus-Straßenzug monetarisieren möchte. Dieser weltweit wichtigste Ölpipeline – etwa 20 % des globalen Ölangebots fließt täglich hindurch – wird nun von Iran als Druckmittel genutzt, um militärischen Einfluss zu demonstrieren und gleichzeitig eine Einnahmequelle zu schaffen. Medienberichten zufolge sind Schiffe aus Iran-freundlichen Ländern wie China und Indien auf regulären Routen unterwegs. Experten vermuten, dass in Zukunft Stablecoins genutzt werden könnten, um diese Zahlungsweise zu formalisieren und so das globale Ölzahlungsystem potenziell neu zu gestalten.

Das Weiße Haus sagt „produktiv“, Teheran sagt „keine Verhandlungen“

Während diese Nachrichten bekannt werden, stehen die öffentlichen Äußerungen der USA und Irans im Widerspruch. Weiße Haus-Sprecherin Karoline Leavitt sagte am Mittwoch: „In den letzten drei Tagen gab es produktive Gespräche. Man wird sehen, dass diese Regierung nach einem Ausstieg sucht.“ Trump selbst äußerte gegenüber republikanischen Kongressabgeordneten am Abend: „Sie wollen sehr gerne eine Einigung, trauen sich aber nicht, es zu sagen.“

Im Gegensatz dazu steht die Haltung iranischer Staatsmedien. Laut Press TV fordert Teheran Bedingungen für einen Waffenstillstand, darunter: keine Angriffe durch die USA oder Israel, Kriegsausgleich, und die offizielle Anerkennung der iranischen Souveränität über den Hormus-Straßenzug. Diese Forderungen stehen im klaren Widerspruch zu der von den USA dargestellten „positiven Gesprächsatmosphäre“.

Nur noch weniger als zwei Tage bleiben bis zum Freitag, an dem Trump Iran zur Abschlussverhandlung auffordert. Die Zweifel an einer Einigung bleiben groß.

Nuklearanlage beschossen, Harris’ Besuch noch unbestätigt

Auf dem Schlachtfeld geht der Konflikt trotz Verhandlungen weiter. Laut Iran News TV wurde die Nuklearanlage Bushehr im Inland beschossen, was die Lage weiter verschärft.

Diplomatisch wird berichtet, dass Vizepräsident Harris möglicherweise am Wochenende nach Pakistan reist, um an Verhandlungen zum Iran-Thema teilzunehmen. Leavitt sagte dazu nur: „Die Lage ist noch unklar. Bis eine offizielle Ankündigung aus dem Weißen Haus erfolgt, sollten keine Spekulationen als sicher gelten.“ Die Haltung ist vorsichtig.

Bitcoin folgt dem Hormus, Stablecoin-Zahlungen könnten neuen Einfluss haben

Der Konflikt wirkt sich direkt auf den Kryptomarkt aus. Während die Krise am Hormus eskaliert, fiel Bitcoin zeitweise unter 68.000 USD. Nach Trumps Ankündigung, Luftangriffe zu verschieben, stieg der Kurs rasch auf 71.000 USD, was die hohe Sensibilität des Marktes für geopolitische Signale zeigt. Gleichzeitig stiegen Brent-Ölpreise in diesem Jahr um über 60 %, erreichten zeitweise 119 USD pro Barrel, was den makroökonomischen Inflationsdruck auf risikoreiche Anlagen erhöht.

Langfristig ist jedoch die potenzielle Monetarisierung des Hormus durch Iran mittels Kryptowährungen von Bedeutung. Obwohl das Volumen derzeit begrenzt ist, stellt es eine seltene Fallstudie dar, bei der ein souveränes Land grenzüberschreitende Öleinkäufe außerhalb des US-Dollars und traditioneller Finanzkanäle abwickelt. Sollte dieses Modell ausgeweitet und durch Stablecoins formalisiert werden, könnte es das globale Energiemarkt- und US-Dollar-System erheblich beeinflussen.

Original anzeigen
Disclaimer: The information on this page may come from third parties and does not represent the views or opinions of Gate. The content displayed on this page is for reference only and does not constitute any financial, investment, or legal advice. Gate does not guarantee the accuracy or completeness of the information and shall not be liable for any losses arising from the use of this information. Virtual asset investments carry high risks and are subject to significant price volatility. You may lose all of your invested principal. Please fully understand the relevant risks and make prudent decisions based on your own financial situation and risk tolerance. For details, please refer to Disclaimer.
Kommentieren
0/400
Keine Kommentare