
(Quelle: X)
Laut SoSoValue-Daten haben US-Spot-Bitcoin-ETFs bis zum 20. März vier Wochen in Folge Nettozuflüsse verzeichnet, insgesamt etwa 15,3 Milliarden US-Dollar. Der Zufluss von 1,67 Milliarden US-Dollar am 23. März stellt eine klare Trendwende nach drei Tagen des Abflusses dar.
Im Vergleich dazu verzeichnete der Ethereum (ETH)-ETF am selben Tag einen Nettoabfluss von 16,18 Millionen US-Dollar, was den vierten Tag in Folge mit Kapitalverlust bedeutet. Der deutliche Gegensatz zwischen den Zuflüssen in Bitcoin-ETFs und den Abflüssen bei ETH-ETFs zeigt, dass institutionelle Gelder gezielt in Bitcoin-bezogene Produkte fließen, anstatt breit in den Kryptobereich zu investieren. Bitwise weist zudem darauf hin, dass sich die Performance von Bitcoin und anderen Hauptkryptowährungen seit dem 1. März besser entwickelt hat als US-Aktien und Gold.
4. März: GLD verzeichnete einen Tagesabfluss von 2,91 Milliarden US-Dollar – der größte Tagesabfluss seit 2016
Woche bis 18. März: Weltweit haben Goldfonds insgesamt etwa 5,19 Milliarden US-Dollar verloren (LSEG Lipper-Daten)
Gleichzeitig bei Geldmarktfonds: Kapitalabflüsse in Höhe von 32,57 Milliarden US-Dollar
Der strukturelle Druck auf Gold resultiert aus der Zinspolitik der Federal Reserve: Im März wurden die Zinsen unverändert belassen, mit einer Prognose, dass der Leitzins bis Ende 2026 bei 3,4 % verbleiben wird. Die hohen realen Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von zinslosem Gold, was dazu führt, dass institutionelle Investoren aktiv in risikoärmere oder anders strukturierte Anlagen umschichten. Bemerkenswert ist, dass der World Gold Council angibt, dass die physische Goldnachfrage im Jahr 2025 erstmals die Marke von 5.000 Tonnen überschreiten wird, wobei die Käufe der Zentralbanken 863 Tonnen erreichen – was zeigt, dass die Kapitalflucht aus den Finanzmärkten nicht auf einen fundamentalen Zusammenbruch der physischen Goldnachfrage hindeutet.
Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold ist auf -0,88 gefallen, was auf eine starke negative statistische Beziehung hinweist. Während Bitcoin derzeit über 70.000 US-Dollar stabil bleibt, ist Gold seit seinem Hoch in diesem Jahr deutlich gefallen. Die Divergenz in der Kursentwicklung ist so ausgeprägt wie seit Jahren nicht mehr.
Bitwise weist darauf hin, dass Gold in der Vergangenheit in der Regel 4 bis 7 Monate vor Bitcoin seinen Höchststand erreicht. Falls dieses Muster gilt, könnte die aktuelle Korrektur bei Gold auf einen möglichen Druck auf Bitcoin in der Zukunft hindeuten. Es gibt jedoch auch Meinungen, die argumentieren, dass die aktuellen Bewegungen vor allem auf eine aktive Neugewichtung der institutionellen Gelder in einem Umfeld hoher Zinsen zurückzuführen sind, und nicht auf eine zyklische Rückkehr der Asset-Korrelation. Ob diese Divergenz eine dauerhafte Asset-Umstrukturierung oder nur eine temporäre Abweichung darstellt, hängt von der Zinspolitik der Fed und der Entwicklung im Nahost-Konflikt im zweiten Quartal ab.
Die Federal Reserve hält die Zinsen hoch, was die Opportunitätskosten für das Halten von zinslosem Gold erhöht. Das führt dazu, dass institutionelle Investoren in renditebringendere Anlagen wie Bitcoin umschichten. Zudem hat die Performance der Bitcoin-ETFs seit dem 1. März die von US-Aktien und Gold übertroffen, was den Kapitalfluss zusätzlich anregt.
Ein Korrelationskoeffizient von -0,88 zeigt eine starke negative Beziehung: Wenn der Preis von Bitcoin steigt, tendiert Gold dazu zu fallen, und umgekehrt. Dies ist der niedrigste Wert seit dem Zusammenbruch von FTX im November 2022 und deutet auf eine veränderte Investorenlogik und Kapitalverteilung zwischen den beiden Anlageklassen hin.
Nicht unbedingt. Daten des World Gold Council zeigen, dass die physische Goldnachfrage im Jahr 2025 erstmals die Marke von 5.000 Tonnen überschreiten wird, wobei die Käufe der Zentralbanken bei 863 Tonnen liegen. Die langfristige physische Nachfrage bleibt robust. Der aktuelle Abfluss bei ETFs spiegelt vor allem eine Neugewichtung in einem Umfeld hoher Zinsen wider und ist kein Zeichen für eine fundamentale Trendwende bei der Goldnachfrage.