
Im März fiel der Korrelationsindex zwischen Bitcoin und Gold auf -0,9, den niedrigsten Stand seit Ende 2022 – damals erreichte Bitcoin nach dem FTX-Crash ein Tief von 15.600 USD, gefolgt von einem mehr als zweijährigen Bullenmarkt. Gleichzeitig hat sich das Bitcoin/Gold-Verhältnis um etwa 70 % zurückgezogen, was den historischen Merkmalen der letzten drei Bärenmarkt-Tiefs sehr ähnlich ist.
Analyst Michaël van de Poppe hat die historische Entwicklung des Bitcoin/Gold-Verhältnisses systematisch untersucht und festgestellt, dass der aktuelle Rückgang von 70 % den Tiefpunkten der letzten drei Bärenmärkte sehr ähnlich ist:
Bärenmarkt-Tief 2014: Rückzug des Verhältnisses um 86 %, danach begann Bitcoin eine neue Aufwärtsbewegung
Bärenmarkt-Tief 2018: Rückzug um 83 %, nach Bestätigung des Tiefs kam es zu einem starken Rebound
Bärenmarkt-Tief 2022: Rückzug um 76 %, nach dem Tief startete ein mehr als zweijähriger Bullenmarkt
Van de Poppe erklärt, dass der derzeitige Rückgang von 70 % in Kombination mit einer Bärenmarkt-Dauer von 13 bis 14 Monaten „sehr gut“ mit den historischen Tiefpunkten übereinstimmt. Er glaubt, dass der Bitcoin-Preis wahrscheinlich nicht weiter fallen wird, sondern in einer Seitwärtsphase verbleibt. „Das wird diesmal auch nicht anders sein“, sagt er direkt. Zudem verstärkt die kurzfristige bullische Divergenz im Bitcoin/Gold-Chart die technische Erwartung, dass Bitcoin kurzfristig Gold outperformen wird.
CryptoQuant zeigt, dass die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold im März auf -0,9 gefallen ist, was auf eine stark inverse Entwicklung hindeutet. In den letzten drei Jahren war die Beziehung meist positiv oder neutral. Ein so extremer negativer Wert tritt oft an Wendepunkten auf, an denen Bitcoin eine unabhängige Preisentwicklung beginnt.
Die Makro-Analyse der Schweizer Firma Swissblock bietet eine globale Perspektive: „Bitcoin spiegelt zunächst geopolitische Risiken wider. Es wird zuerst verkauft, aber auch am schnellsten wieder gekauft. Diese Signale sind eindeutig: Bitcoin zeigt eine unerwartete Anpassungsfähigkeit an Schocks und wird nicht als systemische Krise neu bewertet.“
Gleichzeitig weist Peter Brandt darauf hin, dass Gold eine „Neun-Roten-Vogel“-Formation bildet – neun aufeinanderfolgende Handelstage mit Schlusskursen im Minus. Diese Formation ist in seiner Karriere nur viermal aufgetreten und führte historisch dazu, dass der Markt Jahre brauchte, um sich zu erholen. Das stärkt die Argumentation, dass Bitcoin im Vergleich zu Gold attraktiver wird.
Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen senden die On-Chain-Aktivitäten der Großinvestoren unterschiedliche Signale. Laut dem neuesten BeInCrypto-Bericht steigen die Wale-Adressen mit mehr als 1.000 Bitcoin auf den höchsten Stand seit einem Jahr, was auf eine stille Zunahme institutioneller Positionen hindeutet, nicht auf Panikverkäufe.
Auf makroökonomischer Ebene werden diese Woche wichtige Wirtschaftsindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex (PMI) und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Diese Daten beeinflussen direkt die Erwartungen an Zinssenkungen und das Risikoverhalten. Falls die Daten auf eine Abschwächung der Wirtschaft hindeuten, könnte das zusätzlichen Aufwärtsdruck auf Bitcoin ausüben.
-0,9 zeigt eine hohe inverse Beziehung an, das heißt, wenn Gold fällt, steigt Bitcoin meist, und umgekehrt. Historisch tritt eine solche extreme negative Korrelation oft an Wendepunkten auf, an denen Bitcoin eine unabhängige Aufwärtsdynamik entwickelt. Das letzte Mal war das Ende 2022, als Bitcoin den Tiefpunkt erreichte, gefolgt von einem mehrjährigen Bullenmarkt.
Das Verhältnis misst die Kaufkraft von Bitcoin im Vergleich zu Gold. Historisch gesehen ist ein starker Rückgang (>70 %) dieses Verhältnisses meist mit den Tiefpunkten im Bitcoin-Zyklus verbunden. Grund dafür ist, dass tiefe Korrekturen auf eine abgeschlossene Hauptverschuldung und Kapitalverschiebungen hindeuten, was die Basis für eine nächste Aufwärtsbewegung schafft.
Diese Formation (neun aufeinanderfolgende Handelstage mit fallenden Schlusskursen) deutet historisch auf eine längere Schwächephase bei Gold hin. In Kombination mit der extrem negativen Korrelation zu Bitcoin könnte eine anhaltende Schwäche bei Gold Kapitalverschiebungen in Richtung Bitcoin und andere Assets begünstigen, was indirekt die Nachfrage nach Bitcoin stützt.