
Nachdem Nvidia ein Demonstrationsvideo der DLSS 5-Technologie für „Resident Evil 9: Village of Shadows“ veröffentlicht hatte, erhielt es etwa 90.000 Dislikes. CEO Jensen Huang erklärte, die Kritiker seien völlig falsch, und betonte, dass DLSS 5 mit einer „Neuronen-Rendering“-Architektur arbeitet, die geometrische Kontrolle und generative KI kombiniert, wobei Entwickler die volle kreative Kontrolle behalten. Ein Capcom-Entwickler sagte jedoch, dass sie die Demo gleichzeitig mit der Öffentlichkeit gesehen haben und vorher nicht informiert wurden.

Das offizielle Nvidia-Video zu DLSS 5 zeigt hauptsächlich die Veränderung des Aussehens von Grace Ashcroft. Spieler und Kreative kritisieren, dass die Bilder zu glatt seien und die Realitätsnähe verloren gehe. Sie meinen, die KI-gestützte Verarbeitung verdecke den ursprünglich sorgfältig gestalteten Kunststil des Entwicklerteams. Nach Steam-Bewertungen entspricht das Verhältnis von Likes zu Dislikes einer „überwältigenden Negativbewertung“.
Der ehemalige Rockstar-Animator Mike York sagte, DLSS 5 lasse die KI jede Szene neu rendern, wodurch das Originalbild nicht vollständig erhalten bleibe. Das Ergebnis sei eine interpretierte Version der KI, nicht die ursprüngliche Gestaltung der Entwickler. IGN-Redakteur Simon Cardy stellte die Frage, ob die breite Nutzung generativer KI für die Bildqualität gleichbedeutend sei mit einer stillschweigenden Erlaubnis für Entwickler, den künstlerischen Anspruch zu senken und KI die Lücken füllen zu lassen.
Huang Jens erklärte beim GTC 2026 klar, dass die Kritiker von DLSS 5 „vollkommen falsch“ liegen. Er erläuterte, dass DLSS 5 die geometrische Form und Texturen des Spiels mit generativer KI auf geometrischer Ebene verbindet. Entwickler können Stilparameter einstellen, z. B. für Cartoon-Renderings oder Glasmaterialien. Die volle kreative Kontrolle liegt bei den Entwicklern.
Technikbefürworter: Epic-Games-Chef Jean Pierre Kellams lobte die Verbesserungen bei Licht und Schatten durch DLSS 5 und meinte, wenn es nur eine Präsentation für Next-Gen-Hardware wäre, würde die Reaktion der Spieler anders ausfallen.
Technikbefürworter: Ehemaliger Intel-Manager Ryan Shrout sagte, die Öffentlichkeit konzentriere sich zu sehr auf die Gesichter der Charaktere und ignoriere die Verbesserungen bei Szenen, Licht, Schatten und Objekt-3D.
Kreativitätskritiker: Der ehemalige Rockstar-Animator Mike York warnte, DLSS 5 ersetze die ursprüngliche kreative Arbeit der Entwickler, anstatt sie zu verbessern.
Kreativitätskritiker: IGN-Redakteurin Simon Cardy äußerte, sie wolle „künstlerische Werke von Menschen“ sehen, nicht nur durch KI ergänzte Details.
Ein weiterer Kernpunkt ist die fehlende Vorabinformation der Partner bei der Präsentation. Laut „Insider Gaming“ sagten sowohl Capcom- als auch Ubisoft-Entwickler, sie hätten die Demo gleichzeitig mit der Öffentlichkeit gesehen, ohne vorher informiert worden zu sein. Ein Ubisoft-Mitarbeiter sagte offen: „Wir haben erst alle zusammen davon erfahren.“
Capcom-Entwickler erklärten, das Unternehmen sei bisher bei KI-Technologien eher vorsichtig gewesen. Capcom-Technikchef Abei Kazuki verriet, dass die Nutzung generativer KI bisher vor allem die Effizienz in der Vorproduktion verbessere und nicht direkt die Endgrafik beeinflusse. Einige Mitarbeiter befürchten, dass diese Demo auf eine Veränderung der Haltung des Publishers gegenüber generativer KI hindeutet, die nicht ausreichend mit den Teams kommuniziert wurde.