OpenAI-Mitbegründer und CEO Greg Brockman hat am 4. Mai im Gerichtssaal im Prozess, den Elon Musk gegen OpenAI anstrengt, vorgelegt, dass er OpenAI-Anteile im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar hält, und mehrere private Investitionen offengelegt, die eng mit der Arbeit von CEO Sam Altman verflochten sind. Reuters / Yahoo Finance berichteten, und Brockman bestätigte im Kreuzverhör durch Musks Anwälte, dass er Anteile am KI-Chip-Startup Cerebras hält und auch während interner Diskussionen bei OpenAI über eine mögliche Übernahme von Cerebras noch nicht verkauft hatte; zugleich hält Brockman auch Positionen in der Fusions-Startup Helion Energy, bei dem Altman persönlich bereits mehr als 500 Millionen US-Dollar investiert hat, und Brockman hält ebenfalls Anteile, außerdem hält er Anteile an dem Fonds der Altman-Familie, den er seit 2017 hält.
Drei Überschneidungen von Interessen: Cerebras, Helion, Altman-Familienfonds
Konkrete finanzielle Verflechtungen, die Brockman vor Gericht offengelegt hat:
Cerebras (KI-Chip-Startup) — Brockman hält Cerebras-Anteile, und während interne Diskussionen bei OpenAI mehrfach über eine mögliche Übernahme von Cerebras geführt wurden, hielt er die Anteile weiter, ohne sie zu veräußern. OpenAI verzichtete später auf die Übernahme, und Cerebras machte daraufhin ein eigenes IPO. Brockman ist gleichzeitig OpenAI-Vorsitzender und Anteilseigner eines potenziellen Übernahmeziels; der Interessenkonflikt ist eindeutig
Helion Energy (Fusions-Startup) — Altman persönlich hat bereits mehr als 500 Millionen US-Dollar investiert, und Brockman hält ebenfalls Anteile. OpenAI hat strategisches Interesse an Fusionsstrom sowie an den langfristigen Rechenleistungsanforderungen; Helion ist ein potenzieller Lieferant
Altman-Familienfonds — 2017 gab Altman Brockman Anteile an einem Familienfonds, damals mit einer Bewertung von 10 Millionen US-Dollar. Acht Jahre später ist der Wert des Fonds nicht öffentlich, aber die starke Wertsteigerung des persönlichen Investmentportfolios von Altman dürfte diese Anteile deutlich aufgewertet haben
Die drei zusammen skizzieren ein Phänomen: Brokman’s private finanzielle Interessen stehen in einem Dreiecks-Überlappung mit Altman’s persönlichem Investmentportfolio + OpenAIs strategischen Entscheidungen. Musks Anwaltsteam argumentiert, genau dies sei der entscheidende Beweggrund gewesen, warum Brockman im Prozess, in dem OpenAI von einer Non-Profit- zu einer Profit-Struktur wurde, Altman stets unterstützte.
OpenAI-Anteile im Wert von 30 Milliarden US-Dollar: Brockmans persönlicher Anteil
Der persönliche Wert von Brockmans OpenAI-Beteiligung liegt bei etwa 30 Milliarden US-Dollar, womit er einer der größten privaten Nutznießer innerhalb von OpenAI ist — nur hinter Altman. Die Gesamtbewertung von OpenAI liege in den Sekundärmarkt-Transaktionen in der zweiten Jahreshälfte 2025 bis zur ersten Hälfte 2026 etwa im Bereich von 800 Milliarden bis 1 Billion US-Dollar; Brockmans Beteiligungsquote entspreche damit 3-4%.
Diese Zahl selbst ist bedeutender als das bloße Dasein der Beteiligung von Brockman — sie zeigt das konkrete Ausmaß der Vermögensvergrößerung beim frühen OpenAI-Mitbegründer im Prozess des Übergangs von einer Non-Profit- zu einer Profit-Struktur. Einer der Kernstreitpunkte in Musks Klage ist, dass „OpenAIs Non-Profit-Vermögenswerte unentgeltlich auf ein gewinnorientiertes Unternehmen übertragen wurden, wodurch Insider profitierten“; Brockmans 30-Milliarden-US-Dollar-Beteiligung ist ein konkreter Beleg für dieses Argument.
Musk vs. OpenAI-Prozess: Die rechtliche Bedeutung von Brockmans Aussage
Der Kernanspruch, den Musk gegen OpenAI erhebt: OpenAI sei 2015 als Non-Profit-Organisation gegründet worden, habe sich unter der Führung von Altman unzulässig in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt, die ursprünglichen gemeinnützigen Ziele aufgegeben und sollte wieder in eine Non-Profit-Struktur überführt werden. Musks Anwaltsteam wollte in seinem Kreuzverhör von Brockman zwei Dinge erreichen:
Brockman habe einen starken finanziellen Anreiz, Altman auf dem Weg der Umwandlung zur Profit-Struktur zu unterstützen (300 Milliarden US-Dollar an Beteiligung ließen sich nur in einer Profit-Struktur realisieren)
Die privaten Investitionen von Brockman und Altman seien miteinander verflochten und schwächten seine objektive Beurteilung als „unabhängiger Direktor / leitender Angestellter“ hinsichtlich der Gesellschafter und der Non-Profit-Mission
Brockmans Verteidigungsstrategie betont: (1) Der Wert der Beteiligungen sei ein Nebenprodukt des gesamten Wachstums von OpenAI und keine persönliche unrechtmäßige Bereicherung; (2) die privaten Investitionen mit Altman seien auf einer frühen Freundschaftsgrundlage entstanden und keine Weiterleitung von Vorteilen; (3) die Gewinnorientierung von OpenAI sei eine kollektive Entscheidung des Vorstands und kein persönlicher Plan von Altman und Brockman. Ob das Gericht diese Argumente letztlich akzeptiert, wird direkt Einfluss auf die Unternehmens-Governance von OpenAI und den künftigen IPO-Pfad haben.
Dieser Artikel, „OpenAI-Vorsitzender Brockman: 30 Milliarden US-Dollar Beteiligung vor Gericht offengelegt, stark mit Altman privaten Investitionen verflochten“, erschien erstmals in der Kettennachrichten ABMedia.
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